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Onboarding für Azubis: Die ersten 100 Tage als Levelplan

Wie Betriebe den Start in die Ausbildung so gestalten, dass junge Menschen ankommen und bleiben.

Redaktion GameRecruit · Stand: Oktober 2026

Die ersten Wochen entscheiden, ob Auszubildende bleiben. Wer sich dort gesehen, informiert und unterstützt fühlt, bleibt häufiger. Das Prinzip aus Spielen hilft: kleine Levels mit klaren Zielen und Rückmeldung. Dieser Plan gliedert die ersten 100 Tage (Onboarding).

Vor dem Start (Preboarding)

  • Willkommensbrief oder Nachricht der Ausbildenden
  • Informationen: Ablauf am ersten Tag, Kleidung, Arbeitszeiten
  • Einladung zu einem Kennenlernen, zum Beispiel einem Teamspiel (Preboarding)
  • Eltern informieren, wenn Auszubildende minderjährig sind

Level 1: Die erste Woche

  • Rundgang, Vorstellung des Teams und der Ansprechpersonen
  • Buddy zuweisen (Buddy-Programm)
  • Kleine, abgeschlossene Aufgabe am ersten Tag, damit ein Erfolgserlebnis entsteht
  • Sicherheit und Regeln erklären
  • Gespräch am Freitag: Wie war die Woche?

Level 2: Tag 8 bis 30

  • Erste Abteilungen und Aufgaben kennenlernen
  • Ausbildungsplan gemeinsam besprechen
  • Wöchentliche kurze Gespräche
  • Berufsschule und Betrieb abstimmen

Level 3: Tag 31 bis 60

  • Mehr Verantwortung bei einer Aufgabe
  • Erstes Zwischenfeedback, Beobachtungen mit Beispielen
  • Ein Teamerlebnis, etwa ein Spielabend oder Turnier

Level 4: Tag 61 bis 100

  • Eigene Aufgabe, die präsentiert wird
  • Gespräch zur Probezeit und zu Erwartungen (Probezeit)
  • Rückmeldung der Auszubildenden an den Betrieb: Was läuft gut, was nicht?

Typische Fehler

  • Zu viel Information am ersten Tag, zu wenig Aufgabe
  • Keine feste Ansprechperson
  • Rückmeldungen erst am Ende der Probezeit
  • Auszubildende als Arbeitskräfte statt als Lernende behandeln

Fazit

Ein klarer Plan, eine Ansprechperson und regelmäßige Rückmeldungen reichen oft aus, um Abbrüche zu verhindern (Vorzeitige Vertragslösung). Das Level-Prinzip hilft, daraus ein Erlebnis zu machen.