Die ersten Wochen entscheiden, ob Auszubildende bleiben. Wer sich dort gesehen, informiert und unterstützt fühlt, bleibt häufiger. Das Prinzip aus Spielen hilft: kleine Levels mit klaren Zielen und Rückmeldung. Dieser Plan gliedert die ersten 100 Tage (Onboarding).
Vor dem Start (Preboarding)
- Willkommensbrief oder Nachricht der Ausbildenden
- Informationen: Ablauf am ersten Tag, Kleidung, Arbeitszeiten
- Einladung zu einem Kennenlernen, zum Beispiel einem Teamspiel (Preboarding)
- Eltern informieren, wenn Auszubildende minderjährig sind
Level 1: Die erste Woche
- Rundgang, Vorstellung des Teams und der Ansprechpersonen
- Buddy zuweisen (Buddy-Programm)
- Kleine, abgeschlossene Aufgabe am ersten Tag, damit ein Erfolgserlebnis entsteht
- Sicherheit und Regeln erklären
- Gespräch am Freitag: Wie war die Woche?
Level 2: Tag 8 bis 30
- Erste Abteilungen und Aufgaben kennenlernen
- Ausbildungsplan gemeinsam besprechen
- Wöchentliche kurze Gespräche
- Berufsschule und Betrieb abstimmen
Level 3: Tag 31 bis 60
- Mehr Verantwortung bei einer Aufgabe
- Erstes Zwischenfeedback, Beobachtungen mit Beispielen
- Ein Teamerlebnis, etwa ein Spielabend oder Turnier
Level 4: Tag 61 bis 100
- Eigene Aufgabe, die präsentiert wird
- Gespräch zur Probezeit und zu Erwartungen (Probezeit)
- Rückmeldung der Auszubildenden an den Betrieb: Was läuft gut, was nicht?
Typische Fehler
- Zu viel Information am ersten Tag, zu wenig Aufgabe
- Keine feste Ansprechperson
- Rückmeldungen erst am Ende der Probezeit
- Auszubildende als Arbeitskräfte statt als Lernende behandeln
Fazit
Ein klarer Plan, eine Ansprechperson und regelmäßige Rückmeldungen reichen oft aus, um Abbrüche zu verhindern (Vorzeitige Vertragslösung). Das Level-Prinzip hilft, daraus ein Erlebnis zu machen.
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